Radfahren bei Hitze: wichtige Tipps, die du beachten solltest
Erfahre, wie du während einer Hitzewelle sicherer und angenehmer Fahrrad fährst: Route anpassen, Tempo reduzieren, ausreichend trinken und dich vor Sonne und Überhitzung schützen.
Hitzewellen treten immer häufiger auf. Doch was tun, wenn man trotzdem mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder eine Runde drehen möchte?
Körperliche Anstrengung bei Außentemperaturen über 35 °C birgt Risiken, die man nicht unterschätzen sollte: Dehydrierung, Unwohlsein, Sonnenstich oder Überhitzung. Deshalb ist es wichtig, Tempo, Strecke und Ausrüstung an die Bedingungen anzupassen.
Radfahren während einer Hitzewelle ist dennoch möglich, wenn einige Sicherheitsregeln beachtet werden. Hier sind 8 Tipps, um auch bei großer Hitze weiter in die Pedale zu treten und einen Hitzeschlag zu vermeiden.
Wähle eine angepasste Strecke
Dein gewohnter Weg zur Arbeit bietet keinen Schatten? Wenn du die Möglichkeit hast, eine andere Strecke zu nehmen, auch wenn du dadurch ein paar Minuten länger unterwegs bist, lohnt sich das. Besser etwas länger im Schatten fahren, als kürzer in der prallen Sonne.
Bevorzuge Strecken mit Bäumen oder fahre, wenn möglich, entlang von Kanälen, Flüssen oder anderen Wasserstellen. Bäume und Wasser können die Umgebung spürbar abkühlen, während Asphalt und Beton Wärme speichern und manche Straßen in echte urbane Hitzezonen verwandeln.
Bäume können die Außentemperatur um bis zu 2 bis 8 °C senken
Passe dein Tempo an
Wenn der Körper hohen Temperaturen ausgesetzt ist, aktiviert er verschiedene Mechanismen zur Wärmeregulierung. Dazu gehören vor allem das Schwitzen, um Wärme abzugeben, sowie eine erhöhte Durchblutung und ein schnellerer Herzschlag.
Radfahren während einer Hitzewelle bedeutet deshalb auch, das Tempo zu reduzieren, um den Körper nicht unnötig zu belasten. Fahre in einem angenehmen Rhythmus, ohne dich zu verausgaben, und mache Pausen im Schatten, wenn deine Strecke länger ist.
Passe deine Fahrzeiten an, um die größte Hitze zu vermeiden
Wenn du deine Zeiten anpassen kannst, fahre am besten früh morgens oder abends nach 18 Uhr. Zwischen 12 und 17 Uhr erreichen die Temperaturen meist ihren Höhepunkt. Diese Zeitspanne solltest du möglichst vermeiden.
Für Fahrradpendler bieten manche Arbeitgeber flexible Arbeitszeiten an. Wenn das bei dir möglich ist, kann es schon einen großen Unterschied machen, morgens eine Stunde früher loszufahren.
Wenn du eine Fahrradtour planst, wähle die kühleren Stunden am frühen Morgen oder am Abend, wenn die Sonne bereits tiefer steht oder untergegangen ist. Denke dann an eine gute
Helm, Brille, Kleidung: Rüste dich richtig aus
Die richtige Ausrüstung kann einen großen Unterschied machen, wenn du bei starker Hitze mit dem Fahrrad unterwegs bist.
Wenn du etwas transportieren musst, nutze möglichst
Wähle außerdem helle, leichte und atmungsaktive Kleidung. Technische Stoffe wie atmungsaktives Polyester oder
Dein Helm sollte gut belüftet sein, um Überhitzung zu verringern. Idealerweise ist er, genau wie deine Kleidung, hell gefärbt, damit er Wärme eher reflektiert als aufnimmt. Du kannst außerdem eine dünne Radmütze unter dem Helm tragen: Sie schützt vor direkter Sonneneinstrahlung und nimmt Schweiß am Kopf auf.
Denke auch an eine
Letzter Schutz, aber nicht weniger wichtig: Sonnencreme, mindestens Lichtschutzfaktor 50, alle 2 Stunden erneuern.
Helle Kleidung hilft, weniger Wärme zu speichern
Achte auf den Akku, wenn du mit dem E-Bike fährst
Stelle dein E-Bike deshalb möglichst nicht in der prallen Sonne ab. Wenn du keinen schattigen Platz findest, nimm den Akku nach Möglichkeit heraus und bewahre ihn an einem kühleren Ort auf.
Vermeide außerdem den längeren Einsatz von Turbo- oder Boost-Modi. Diese beanspruchen Motor und Akku stärker und können bei großer Hitze zusätzlich zur Überhitzung beitragen.
Trinke ausreichend und iss regelmäßig
Bei Hitze gibt der Körper Wärme vor allem durch Schwitzen ab. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Beim Radfahren während einer Hitzewelle kann leicht der falsche Eindruck entstehen, dass man kaum schwitzt, weil der Fahrtwind den Schweiß schnell trocknet. Umso wichtiger ist es, regelmäßig kleine Schlucke zu trinken, auch wenn du noch keinen starken Durst verspürst.
Durch Hitze und körperliche Anstrengung verliert der Körper trotzdem viel Wasser.
Wenn du nicht genug Trinkflaschen mitnehmen kannst, um dich während deiner Fahrt oder Tour ausreichend zu versorgen, kannst du zusätzliche Flaschenhalter an deinem Fahrrad befestigen. So hast du mehr Wasser dabei, ohne einen Rucksack tragen zu müssen.
Iss außerdem regelmäßig Energieriegel oder Trockenfrüchte, um deinem Körper schnell verfügbare Kohlenhydrate zuzuführen. Sie helfen dir, dein Energielevel aufrechtzuerhalten, und liefern gleichzeitig Vitamine, Mineralstoffe und andere wichtige Nährstoffe.
Bei intensiver Anstrengung, großer Hitze und starkem Schwitzen kann es sinnvoll sein, nicht nur Wasser, sondern auch verlorene Mineralstoffe auszugleichen. Dafür eignen sich zum Beispiel Elektrolytgetränke.
Radfahren während einer Hitzewelle: Kühle dich unterwegs ab
Nimm immer eine Trinkflasche mit Wasser mit, um dich während der Fahrt regelmäßig abzukühlen. Befeuchte vor allem Nacken, Unterarme, Kopf und T-Shirt, damit dein Körper die Hitze besser regulieren kann.
Höre auf die Warnsignale deines Körpers
Radfahren bei großer Hitze bedeutet, besonders aufmerksam auf die Signale deines Körpers zu achten. Überhitzung kann schnell auftreten, daher solltest du vor allem auf folgende Anzeichen achten:
Wenn du eines dieser Warnsignale bemerkst, halte sofort im Schatten an, trinke Wasser und iss etwas. Wenn die Symptome nicht nachlassen oder sich verschlimmern, rufe den Notdienst.
Für alle Radfahrer, die ihr Fahrrad bei schlechtem Wetter nicht wegstellen wollen, hier ein paar Tipps, wie man sich auf dem [...]